Aktuelles vom 18. April 2018

Liebe Freunde der Dresdner Heimatgeschichte!

In Auswertung des 14. Marktes für Dresdner Geschichte und Geschichten haben die Mitglieder des Vereins "Dresdner Geschichtsmarkt e.V." am 11. April dieses Jahres folgende Beschlüsse gefasst:

  1. Am 9. und 10. März 2019 wird der 15. Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten erneut in den Räumen der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden stattfinden.
  2. Wie alle bisherigen Geschichtsmärkte ist auch dieser offen für die Präsentation heimatgeschichtlicher Ereignisse und Geschichten und bietet allen Dresdner Hobbyhistorikern und Heimatvereinen die Möglichkeit, eigene Arbeitsergebnisse auszustellen bzw. vorzutragen sowie Eigenverlagsproduktionen zu vertreiben.
  3. Auf der Vereinssitzung im September 2018 soll auch für den 15. Geschichtsmarkt ein Themenempfehlung beschlossen werden, wobei diese wie immer für Aussteller und Referenten nur empfehlenden Charakter trägt.
  4. Die Ausschreibung und die Marktordnung für den 15. Markt für Dresdner Geschichte und Geschichten werden Anfang Oktober 2018 an dieser Stelle veröffentlicht.

Dipl.-Päd. Klaus Brendler
(Vorsitzender des Vereins "Dresdner Geschichtsmarkt" e.V. )




Aktuelles vom 30. März 2018

Liebe Freunde der Dresdner Heimatgeschichte!

Der Verein "Dresdner Geschichtsmarkt" wird am 11. April 2018 zusammenkommen um darüber zu entscheiden, ob es eine Fortsetzung des "Marktes für Dresdner Geschichte und Geschichten" geben wird und entsprechende Maßnahmen dazu festlegen. Über die Entscheidung wird an dieser Stelle zeitnah nach dem 11. April informiert.

Der Verein hat mit großer Freude zur Kenntnis genommen, dass der 14. Markt ein sehr positives Echo gefunden hat. Wir möchten an dieser Stelle die Meinung von Herrn Steffen Möller, dem verantwortlichen Redakteur für die im Saxonia-Verlag Dresden erscheinende "Pieschener Zeitung" bzw. "Neustadt Zeitung", wiedergeben.

Dieser schrieb am 20. März 2018:

Der Dresdner Markt für Geschichte und Geschichten ist in die Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB) umgezogen. Schlecht bekommen ist ihm der Ortswechsel nicht, im Gegenteil. Alles gestaltete sich etwas kleiner, dafür aber intimer. Es herrschte eine Atmosphäre, in der die Aussteller untereinander und natürlich auch mit dem Publikum schnell ins Gespräch kamen.

"Die Militärgeschichte der Stadt Dresden" war vom veranstaltenden Verein "Dresdner Geschichtsmarkt" als Thema empfohlen worden. Insgesamt 43 Hobbyhistoriker und zehn Referenten waren dem Ruf gefolgt und präsentierten die außerordentlich interessanten Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten.

Dr. Uwe Schieferdecker zum Beispiel hatte sich gründlich mit den mittelalterlichen Verteidigungsanlagen beschäftigt, deren Verlauf übrigens bis heute aus der Vogelperspektive ablesbar ist. Gerade mal neun Jahre brauchten die Dresdner im 16. Jahrhundert, um die Befestigungen rund um den Altstadtring zu errichten. Die Stadt zählte damals nicht mehr als 10.000 Einwohner, soviel wie Bannewitz heute.

Dresden ist eine Stadt, in der das Militär aber auch durch kriegerische Ereignisse deutliche Spuren hinterlassen hat. Der Ausstellungskanon reichte vom 30-jährigen Krieg und dem Friedensschluss in Sachsen 1645 über die Napoleonischen Kriege bis hin zum 1.Weltkrieg und zur Zerstörung der Stadt im Jahr 1945.

Historisch gesehen ist es nur einen Wimpernschlag lang her, dass in Übigau und Mickten sächsische Pioniere auf der Elbe übten. In Übigau selbst gab es eine stark ausgeprägte Rüstungsproduktion, 1944 wurde dort sogar eine U-Boot-Halle errichtet.

Die Militärgeschichte zieht sich quer durch die ganze Stadt und durch alle Jahrhunderte: vom Flughafen in Klotzsche über die Albertstadt, die Jägerkaserne in der Johannstadt bis hin zum Luftgaukommando in Strehlen, vom Pulvermagazin in der Friedrichstadt bis zum Pieschener Goehlewerk mit seiner Rüstungsproduktion während des 2. Weltkriegs.

Nicht minder interessant waren Perspektiven, die sich des Themas auf eine persönliche bzw. personifizierte Weise annahmen. Dass sich feingeistige Neigungen und Militär nicht grundsätzlich ausschließen, zeigt zum Beispiel die Tatsache, dass sich Offiziere der Königlich-Sächsischen Armee als durchaus ernstzunehmende Maler betätigten.

Einmal mehr machte der Geschichtsmarkt deutlich, dass man sich einem Gegenstand aus den unterschiedlichsten Richtungen nähern kann. Sei es, dass Militär und Nachrichtentechnik in Verbindung gebracht werden, oder dass man Geschichte unter genealogischen Gesichtspunkten betrachtet.

Geschichte auf eine lokale, im unmittelbaren Umfeld nachvollziehbare Ebene zu holen, darin besteht der unbestreitbare Verdienst dieser Veranstaltung.